Rot-Rot-Grün will Totalumbau des Schulsystems
Cd Christoph 030 Jpg

Schulen werden massiv in Unruhe versetzt

„Jetzt ist die Katze aus dem Sack: LINKE, SPD und GRÜNE wollen einen Totalumbau unseres Schulsystems. Das Motto lautet Zentralisierung, Einheitsschule und Einheitslehrer.“ Mit diesen Worten kommentierte der Altenburger Landtagsabgeordnete Christoph Zippel die Debatte zur Schulgesetznovelle der Landesregierung im Thüringer Landtag. „Gerade angesichts der riesigen Herausforderungen, vor denen unsere Schulen durch den Lehrermangel stehen, brauchen wir Verlässlichkeit und Ruhe im Bildungssystem. Wir müssen die Attraktivität des Lehrerberufs erhöhen, auf mehr Ausbildung und Einstellung setzen und die Einstellungsverfahren deutlich beschleunigen. Was wir nicht brauchen, ist ein Schulgesetz, welches in den kommenden Jahren unser gesamtes Bildungssystem umkrempelt und die Schulen massiv in Unruhe versetzt“, so der CDU-Politiker.

Zippel machte deutlich, dass durch die geplanten Mindestgrößen für Klassen und Schulen kein einziges staatliches Gymnasium im Altenburger Land in seiner jetzigen Form fortbestehen könnte. Ebenso sei der Fortbestand von vier Grundschulen sowie von mehreren Regelschulen im Landkreis infrage gestellt. „Ich sehe keinen Sinn darin, bislang eigenständige und erfolgreiche Schulen letzten Endes in die Fusion zu treiben, wie die Landesregierung es vorhat. Dahinter kann nur der rot-rot-grüne Traum von Großschulen stecken“, vermutete Zippel. Wettbewerb zwischen den Schulen sei wichtig, jede Schule habe ihr eigenes Profil und ihre eigenen Stärken, so der Landtagsabgeordnete. „Niemand in der Region käme zum Beispiel auf die Idee, das Lerchenberggymnasium und das Friedrichgymnasium in Altenburg zusammenzulegen. Vielfalt ist bei Schulen ein Wert an sich. Wir können uns glücklich schätzen, so ein breites Bildungsangebot im Freistaat und auch im Landkreis zu haben. Anstatt sinnlos leistungsfähige Schulen in Frage zu stellen, sollten wir deshalb lieber tragbare Lösungen für die kleinen Schulen finden und den Lehrerberuf attraktiver machen“, sagte Zippel. Dieses Schulgesetz leiste jedenfalls keinen Beitrag dazu, dass sich Thüringen bei zukünftigen Schulleistungsvergleichen zurück auf den Spitzenplatz kämpfen könne, so Zippels Resümee.

Der Gegenentwurf der CDU-Fraktion zur Lösung der konkreten Probleme im Bildungssystem liege hingegen mit dem „Maßnahmenpaket zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs in Thüringen“ seit zwei Jahren auf dem Tisch, erinnerte Zippel an die mehrfache Ablehnung der Vorschläge seiner Fraktion durch Rot-Rot-Grün.